Theodor-Heuss-Gymnasium | Gymnasiumstr. 70 | 74072 Heilbronn 07131 562451 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Briefmarathon von Amnesty International

Briefmarathon ai 2025„Schreib für die Freiheit!“ Unter diesem Motto fordern jedes Jahr Hunderttausende Menschen weltweit anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember Regierungen auf, politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden. Außerdem schicken sie Solidaritätsnachrichten an Menschen, deren Rechte verletzt werden. Zum 10. Dezember 2025 nahmen wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer des THG am Briefmarathon teil.

Insgesamt 269 Briefe und 68 Solidaritätspostkarten aus dem THG gingen bei Amnesty International ein und in zwei Fällen aus dem Jahr 2024 gab es schon erfreuliche Wirkungen: Die TikTok-Influencerin Neth Nahara aus Angola wurde freigesprochen und aus der Haft entlassen. Auch Sebnem Korur Fincanci aus der Türkei wurde freigesprochen.

Auch in einem Fall, der 2025 vorgestellt wurde, gab es Bewegung: Die Anwältin Sonia Dahmani, Tunesien, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte in ihrem Land einsetzt und dafür ins Gefängnis kam, wurde im Dezember unter Auflagen freigelassen.

Durch den Briefmarathon wird auch deutlich, dass das Eintreten für Menschenrechte nicht immer ganz einfach ist: So wurde 2025 ein Fall aus Norwegen vorgestellt, wahrlich kein als Unrechtsstaat bekanntes Land. Für eine Windkraftanlage sollen traditionelle Siedlungs- und Weidegebiete der Sámi geopfert werden. Windkraft empfinden wir als wünschenswert, aber die geplanten Windparks gefährden die Wanderwege der Rentiere der indigenen Gemeinschaft. Dadurch ist die Existenzgrundlage der Sámi in Nordnorwegen bedroht und damit auch ihre Kultur und Identität.

Der thematische Schwerpunkt des Briefmarathons lag 2025 auf dem Umwelt- und Klimaschutz, denn ganz oft werden Menschen, die sich genau dafür einsetzen, verfolgt, bedroht und inhaftiert. Die Guerreras por la Amazonía z.B. kämpfen in Ecuador gegen Abfackelanlagen der staatlichen Ölindustrie, die ihre Gesundheit und das Klima bedrohen. Trotz Gerichtsurteil brennen die Feuer weiter – und die Aktivistinnen werden eingeschüchtert.

Für uns, die Absenderinnen und Absender der Briefe, wird deutlich, wie wertvoll und keineswegs selbstverständlich die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung und das Leben in einem Staat sind, der Menschenrechte schützt und verteidigt. Wie aktuell diese Thematik ist, zeigt uns der Blick in die Ukraine oder die Türkei, aber die Menschenrechte werden überall auf der Welt bedroht. Umso mehr müssen diejenigen, die es können, ihre Stimme erheben für die, denen genau dies verwehrt ist. Und so gilt auch im nächsten Jahr: „Schreib für die Freiheit!“ – ein Einsatz, der sich lohnt!

Jens Breitschwerdt (Text und Foto)

Aktuelles

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.